„Ich kann zeichnen!“ – vom zögerlichen Flüstern zum lauten Ausruf
Am Anfang stand ein Satz, den viele Menschen nur sehr ungern über die Lippen bringen:
„Ich kann zeichnen.“
STERO ließ ihn von allen 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – einer bunte Mischung aus Erwachsenen, Teenies, Kindern und Business-Partnern – sagen und schreiben. Noch klang das Ganze etwas zögerlich. Doch schon bald lösten sich die ersten Knoten.
Nach einer kleinen, verrückten Aufwärmübung „vom Fleck weg“ im Konferenzraum des unglaublich vielseitigen Business Center Ulm ging es los – hinein in STEROs Zeichenschule. Gerüstet mit einem Block und ein paar Stiften.
Gestartet wurde mit der Frage: Wie zeichne ich eine Hand?
Für viele ist die Hand zeichnerisch ja so etwas wie der kleine Endgegner am Arm. Zu viele Finger, zu viele Gelenke, zu viele Möglichkeiten, dass am Ende irgendetwas aussieht wie ein Oktopus nach einer Karambolage mit einem Pottwal.
Mit einer klaren, leicht merkbaren Vorgehensweise zeigte STERO Schritt für Schritt, wie sich Hände einfach aufbauen lassen. Und plötzlich entstanden tatsächlich Hände auf dem Papier. Nicht irgendwie. Sondern so, dass man erkennen konnte: Die greifen etwas. Die halten etwas. Die gehören zu einer Figur.

Als STERO dann erklärte, wie man mit wenigen Strichen eine greifende Faust zeichnet, die zum Beispiel ein Schild, ein Schwert oder einen Besen hält, brandete sogar Applaus auf.
Weiter ging es mit dem vermeintlichen Schrecken aller Zeichnerinnen und Zeichner: dem Kopf.
Auch hier zeigte STERO leicht umsetzbare Strukturen und Tricks, mit denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie durch Zauberhand Köpfe zeichnen konnten – sogar gedrehte Köpfe. Und zwar alle. Auch diejenigen, deren Augen auf dem Papier vorher noch irgendwo unter dem Haaransatz klebten.Nach einer wohlverdienten Snack-, Getränke- und Biopause ging es munter weiter.

Das letzte große Projekt war der menschliche Körper. Gemeinsam wurden Proportionen erlernt, ausprobiert und erfolgreich umgesetzt. Auch hier wurde nicht einfach nur eine Figur frontal aufs Papier gestellt. Der Körper wurde gedreht, bewegt und in verschiedene Haltungen gebracht.
Zum krönenden Abschluss bekam jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ein kleines, einfaches Zeichenset an die Hand. Damit konnte die eigene Figur plötzlich laufen, rennen, springen oder auch mal stolpern.
Und die Ergebnisse konnten sich wirklich sehen lassen.
Besonders berührend war ein Moment gegen Ende des Workshops. Eine Teilnehmerin verwandelte das zu Beginn noch zögerlich geflüsterte „Ich kann zeichnen“ in einen lauten Ausruf:
„ICH KANN ZEICHNEN!“
Damit sprach sie vermutlich einigen aus dem Herzen.
Zum Schluss hatten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein ordentliches Figürchen auf dem Papier stehen – mit Kopf, Körper, Händen und Bewegung. Vor allem aber hatten sie etwas mitgenommen, das oft viel wichtiger ist als die perfekte Linie:
Das Gefühl, dass Zeichnen kein unerreichbarer Zaubertrick ist.
Sondern ein Handwerk, das man lernen kann.
Der Workshop ist zeitlich sehr gut an unterschiedliche Rahmenbedingungen anpassbar. Das Konzept funktioniert von wenigen Stunden bis zum abendfüllenden oder sogar mehrtägigen Zeichenprogramm.